Motivation – oder wie eine Hochseeregata mit einer Stiftung für Kinder zusammenpasst
Der Segelsport ist ein Hobby, welches die Finanzen eines jeden nicht gerade schont. Ein typisches "Reiche-Leute" Hobby. Und zurecht mag man sich fragen, was das Clipper Race mit einem karitativen Zweck verbindet. Nun, die Grundlagen für das Zusammenleben in unserem Segelteam sind die folgenden: Achtung und Respekt vor dem Individuum, unabhängig von Herkunft und Geschlecht des Mates – ohne dabei seine Überzeugungen, sein Wesen zu verleugnen. Privatsphäre wahren und trotzdem offen sein. Dies ist bereits im regulären Alltag schwierig, aber auf einer Rennyacht mitten im Pazifik bei peitschendem Wind und nach 3 Stunden Schlaf um 4 Uhr morgens ein Hochseilakt. Wir machen Fehler und es kommt zu Auseinandersetzungen. Aber dann greift unsere wichtigste Regel: Probleme lassen wir auf der nächsten Welle hinter uns!
Leider aber gibt es im Leben aber Momente, in welchen diese Welle auf sich warten lässt. Und für manche so scheint es, bringt die nächste Welle keine Erlösung sondern neue Schwierigkeiten. Mir ist es ein Anliegen, die Aufmerksamkeit, welche mir während dieses Abenteuers zu Teil kommt, für einen sinnvollen Zweck zu nutzen.
Die Styger Stiftung für Kinder erlaubt mir das in einer Art und Weise, welche zu meinen Überzeugungen passt, ohne Klamauk und Lärm dafür aber effizient und konzentriert. Sie agiert lokal in der Schweiz und hilft so Familien und Kindern, welche aus eigener Kraft nicht auf einen grünen Zweig kommen. Dies sind vor allem Kinder, die akut oder längerfristig nicht bei ihren Eltern leben können und daher eine neue Unterkunft samt Betreuung benötigen. Einmal jährlich wird eine ausländische Stiftung mit einer gezielten Spende unterstützt.
Spenden
Ich freue mich über jede Spende, sei sie auch noch so klein. Geben heisst in diesem Fall, den kleinsten von uns in einer prägenden Phase ihres Lebens zu helfen. Armut ist bei uns häufig versteckt und doch gegenwärtig: Kinder, die nicht ins Klassenlager können, weil das Geld nicht reicht oder keine Freunde mit nach Hause bringen dürfen, damit niemandem die fehlende Einrichtung im Kinderzimmer auffällt. Charles Dickens hat es vor über 150 Jahren in "Grosse Erwartungen" auf den Punkt gebracht:
"Kinder erleben nichts so scharf und bitter wie die Ungerechtigkeit."
Die Stiftung
Die Stiftung ist im Handelsregister eingetragen und seit 5 Jahren aktiv. In der bisherigen Zeit konnten bestehende Institutionen wie das Monika Heim Zürich oder aber einzelne Familien direkt unterstützt werden. Einer der grössten Spendenanlässe ist der alljährlich veranstaltete Hublot Polo Cup Ascona, an welchem jeweils über 10'000.- Franken Spenden gesammelt werden.